Das Totschlagargument der BAG-Sexualerzieher

„Unaufgeklärte Kinder sind ausgeliefert“

Mit unglaublicher Perfidie blasen BAG und Amorix zum Angriff gegen das „Referendum gegen das Epidemiengesetz“. Dreist wird behauptet, Eltern, die sich gegen die neuen Pläne zur Einführung einer flächendeckenden Zwangs-Sexualerziehung wehren, würden ihre Kinder der Pädophilie und anderen Formen sexueller Gewalt ausliefern. Nur Ihre neue Gender-Sexualerziehung könne es vollbringen, dass die Kinder dagegen geschützt seien. Dabei ist es Müttern und Vätern seit Menschengedenken klar, dass Kinder auf verschiedenste gesellschaftliche Phänomene vorbereitet werden müssen und sie sehen dies selbstverständlich als eine ihrer wichtigsten Aufgaben an. Damit dies gelingt, sind vor allem die Stabilität der familiären Beziehungen, sichere Bindungen, Strukturen, Normen und Werte wichtig – und nicht die Kenntnis verschiedener sexueller Praktiken, wie von BAG und Amorix propagiert.

Wer das Grundlagenpapier des Kompetenzzentrums der Pädagogischen Hochschule Luzern („Grundlagenpapier Sexualpädagogik und Schule“) liest, staunt nicht schlecht: Da ist von „vorläufiger Klärung der sexuellen Orientierung“ (S. 37) von Jugendlichen die Rede, von „Stereotype von Frau und Mann“ (S. 12) und ganz selbstverständlich sind „hetero- homo- und bisexuelle Lebensformen“ (S. 12) lediglich Varianten. Es ist offensichtlich, dass Schwulen- und Lesben-Organisationen bei diesem Projekt massgeblich mitgearbeitet haben und der gesamten geplanten Sexualerziehung ihren Stempel aufgedrückt haben. Will das wirklich die Mehrheit der Eltern?

Natürlich sind Kinder keine Neutren, sondern Buben und Mädchen und selbstverständlich interessieren sie sich auch für diese Unterschiede. Die penetrante Überbetonung der Sexualität führt aber zu einer verzerrten Sicht des Kindes und schlussendlich auch zu einer Schräglage in der Begegnung mit ihm und in der Interpretation seiner Verhaltensweisen. Das gesunde Kind ist zuerst und vor allem ein auf Beziehung ausgerichtetes Wesen. Seine Neugier gegenüber Fragen zur Sexualität kommt weiter hinten in seiner Interessensliste. Es braucht einen geschützten Raum um Fähigkeiten wie zum Beispiel Kooperation, Mitgefühl, aber auch Durchsetzungsvermögen der Gesellschaft teilzunehmen und dieses mitzugestalten. Selbstverständlich gehört es auch zu den Aufgaben eines Lehrers, Vorfälle aufzugreifen und angemessen mit den Kindern zu besprechen. Mit der übermässigen Ausrichtung auf sexuelle Themen lenkt man aber von den zentralen „Aufgaben“ der Kinder – wie etwa der Weiterentwicklung und Festigung einer tragfähigen Beziehung mit den Eltern – ab, gerade in einer Zeit wie heute, in welcher der gesellschaftliche Umgang mit Sexualität von Nervosität geprägt ist.

Wer Fragen der Werte und Normen des Zusammenlebens ohne Rücksicht auf die elterliche Haltung so grundlegend umdreht, nimmt eine Entfremdung zwischen Eltern und Kindern bewusst in Kauf. Weder das BAG mit Amorix noch die Schule haben die Aufgabe, die Werthaltungen von Kindern neu und in Abgrenzung zu derjenigen der Eltern zu formen, also zu manipulieren. In der direkten Demokratie kann sich die Schule nicht autonom weiter entwickeln, ohne sich um den Rest der Welt zu kümmern. Wenn wir Eltern diese Entwicklung nicht wollen, können wir uns wehren – und das werden wir auch tun.

Deshalb NEIN zum missratenen Epidemiengesetz
 

Ariane Roth, Unterbözberg

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